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Die Funktionsweise von Glasöfen hängt vom jeweiligen Ofentyp ab. In der Glasschmelzindustrie unterscheiden sich Schmelzöfen je nach Beheizungstechnik, Energiequelle und Wärmerückgewinnungsmethode. Der Hauptunterschied zwischen allen Ofentypen besteht jedoch darin, wie sie die bei der Verbrennung entstehenden Abgase behandeln. Beispiele hierfür sind:
Bei diesem Typ wird die Verbrennungsluft vor der Verbrennung vorgewärmt. Dies wird erreicht, indem die Abgase durch mit feuerfesten Materialien ausgekleidete Kammern geleitet werden. Regenerative Öfen arbeiten nach dem Prinzip der Wärmerückgewinnung. Die Brenner befinden sich in oder unter den Abgasrohren, und es wird jeweils nur eine Seite der Kammern befeuert. Die Flamme durchläuft die zuvor durch die Abgase erhitzten Kammern und erreicht dabei Vorwärmtemperaturen von bis zu 1.400°C.
In Regenerativöfen gibt es mehrere Heizkammern, deren Anzahl und Anordnung unterschiedliche Ofentypen hervorbringt - wie z.B. querbefeuerte oder endbefeuerte Regenerativöfen.
Bei diesen Öfen werden die Elektroden an den Seiten, am Boden oder an der Decke des Ofens angebracht. Sie sind von einem Stahlrahmenumgeben und mit feuerfestem Material beschichtet. Strukturell ähneln sie oft einem Kasten. Die Erhitzung erfolgt durch Widerstandshitze, die erzeugt wird, wenn elektrischer Strom durch das geschmolzene Glas fließt.
Diese Öfen produzieren fast keine Abgase und werden in der Regel für kleine Betriebe bevorzugt, da die Kosten mit der Größe des Ofens erheblich steigen.
Rekuperative Glasöfen: Diese Öfen arbeiten mit Wärmetauschern, die die Verbrennungsluft kontinuierlich mit Abgasen vorwärmen. Die maximale Luftvorwärmtemperatur beträgt etwa 800°C. Die Brenner befinden sich auf beiden Seiten des Ofens. Im Vergleich zu regenerativen Öfen ist die Schmelzfläche pro Einheit etwa 30% geringer. Sie werden in der Regel für die Produktion in kleinem Maßstab eingesetzt, obwohl auch Kapazitäten von bis zu 400 Tonnen pro Tag erreicht werden können.
Oxy-Fuel-Glasöfen: Bei diesem Ofentyp erfolgt die Verbrennung durch den Ersatz von Luft durch reinen Sauerstoff. Da der Stickstoff aus der Verbrennungsatmosphäre eliminiert wird, wird das Abgasvolumen erheblich reduziert. Dadurch kann der Ofen die Energie länger und effizienter speichern. Diese Öfen benötigen keine Vorwärm- oder Wärmerückgewinnungssysteme, da derartige Maßnahmen für ihren Betrieb nicht erforderlich sind.